In Neuseeland ist das Jahr jetzt schon wieder fast ein Tag alt. Die letzten 3 Tage haben wir auf einem Festival in der Nähe von Wanaka verbracht. Mein erstes Festival außerhalb Deutschlands. Musikalisch war das überwiegend elektronische Musik. Für neuseeländische Verhältnisse war es riesengroß, ca. 10.000 Leute waren da. Mangels Alter russischer Militär Flughäfen, macht man das Festival auf einer weide in eine schönen Tal zwischen Wanaka und queenstown. Organisiert war das super da habe n die sich richtig Mühe gegeben. Das was man mitbringen durfte war doch ziemlich restriktiv, jedes Auto wurde gründlich durchsucht, damit niemand Alkohol auf das Gelände schmuggelt. Campen war getrennt vom Parkplatz und Musik Gelände, das mag ich eigentlich nicht so sehr. Vor dem Zeltplatz gab’s dann noch eine Gapäckkontrolle, und vor dem Festival Gelände nochmal einen kurzen Check. Am Eingang bekam man dann ein Armbändsel mit einem Chip dran, dieser konnte mit Geld aufgeladen werden. Dann brauchte man an der Bar oder Essensstand nur den Arm hinhalten und der betreffende Betrag wurde mit einem Scanner durch einfaches auflegen abgebucht. Diese NFC (Near Field Communication) sieht man immer mehr, aber das System war das erste wo ich das mal richtig aktiv und funktioniererent erlebt habe. Die Bars waren super gut organisiert, einer hat immer die Bestellung aufgenommen und das entsprechend abgebucht, und der zweite das Getränk geholt, im Hintergrund haben wieder andere die drinks im arcord vorbereitet, so ging das immer ruck zuck. Natürlich ist man Aus Deutschland Fusion verwöhnt, und eigentlich darf man das nicht vergleichen. Aber wenn man bedenkt wie abgelegen Neuseeland ist, und das es für die meisten Kiwis das größte Festival ist was in erreichbarer nähe ist, war das sehr beeindruckend. Gerade in den ländlichen Gegende gibt es hier wenig Möglichkeiten für Junge Leute mal Dampf abzulassen oder was in der Art zu erleben. Musikalisch stehen die Kiwis voll auf drum n Bass, hat mir gut gefallen in Deutschland findet man das nur nich selten. Keine Ahnung warum die Neuseeländer sich selbst als Kiwis bezeichnen, der Kiwi ist ein nachtaktiver Vogel, was man von den Menschen nicht gerade sagen kann, die meisten sind dann so zw. 2 und 3 Uhr ins Zelt. Neujahr war auch ganz seltsam nix mit countdown oder so, der Dj hat mal „Happy New year“ ins mikro gebrubbelt, und durch war die Nummer. Wenigstens haben se sich zu einen Feuerwerk hinreißen lassen. Das das nun nicht mein erstes sylvester in NZ war wusste ich das das nichts großes wird. DA tagsüber nicht viel los war, hab ich mich entschieden paar Abstecher in die nähere Umgebung zu machen, Heiko wollte dann doch eher aufm Festival Gelände bleiben.
Überlegen was wir nach dem Festival machen mussten wir auch, die Erste idee war es nach Stewart Island zu reisen und dort den track zu machen, aber online fand ich dann heraus das der schon bis ende Januar ausgebucht ist. Und was Nu? Irgendwie kam mir der Humpridge Track in den Sinn, schnell nachgeschaut, aber auch wenig konkretes gefunden, na gut erst einmal egal, erst mal runter von Festival nach Wanaka und dann weiter schauen. Heiko hat dann während wir auf das Essen warteten herausgefunden das es noch Plätze für den track gibt, also haben wir kurz entschlossen das ganze gebucht. So hätten wir dann Programm für die nächsten 3 Tage. Für den Rest des Tages hieß es dann bis ganz in den Süd Westen der Südinsel zu fahren. War ne schöne Fahrt, beim quatschen Musik hören und Landschaft bestaunen haben wir irgendwie die Abfahrt u 30km verpasst, ups! War aber nicht schlimm, die Gegend ist wirklich ab vom Schuss, farmland, kaum ortschaften. Die letzten eineinhalb Stunden sind uns kaum noch Autos begegnet, geschweige denn die sonst allgegenwärtigen Touristen in ihren Campervans. Am Ende sind wir dann in unserem Ziel Tuatapere angekommen. Ein total niedliches Örtchen. Am zentralen Platz sind dann, Supermarkt, Pub, Motel, backpacker, Zeltplatz. Da wir die nächsten Tage wandern werden und vom Festival kamen, hat Heiko Betten im Backpacker bestellt. OK Raum Nummer 2, den haben wir dann auch gefunden, Tür aufgeschlossen, hm seltsam, so voll ausgerüstet mit TV, Küche und das eine Zimmer ist bewohnt, dann wird das andere dann unser Zimmer sein. Ganzen Kram aus dem Auto ins Zimmer geschmissen. Heiko ist dann schon rüber zum Pub, ich wollte später nachkommen, beim abschließen (mit dem zweiten Schlüssel den wir bekommen haben) ging das dann nicht, komisch wieso schließt das nicht? Steht doch room 2 drauf. Heiko kam dann nochmal zurück und hat abgeschlossen. Als wir dann mitten beim Essen gegenüber im Pub, und dem zweiten Bier waren, kam dann die Kellnerin (gleizeitig Köchin, und Motel/Backpacker verwalterin) und klärte uns dann auf dass wir im falschen Raum waren, das war room 2 vom Motel und nicht vom Backpacker, der ist ein Haus dahinter. Huch, da haben wir wohl einmal den falschen Schlüssel bekommen, plötzlich machte das dann auch Sinn das der andere Schlüssel nicht passte, und da schon Leute waren. Nach dem Essen sind wir dann von Motel nr2 in Backpacker Nr zwei umgezogen, was jetzt auch keine Verschlechterung war, super gemütlich und ausgestattet. Nach dem ganzen hin und her haben wir uns beim Bierchen auf der Veranda vom Pub, gefreut wie gut wir es hier getroffen haben. Man merkt das das weit weit weg ist, zum einen die multifunktionen Der Angestellten, und auch der zusammenhalt der einheimischen ist wesentlich intensiver als in dichter Besiedelten Gebieten.





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