Die letzten 2 Tage haben wir in den fjordlands verbracht. Das ist die südwestliche Ecke der Südinsel. Eigentlich führt nur eine Straße I diese entlegene Gegend, am Ende ist dann der weltberühmte milford Sound. Wir waren vor 13 Jahren das letzte Mal hier. Damals war das Wetter ziemlich blöd, Regen und ungemütlich, kein Vergleich zu diesmal. Milford Sound bei Sonnenschein das müssen wir uns geben. Den Track dort zu machen ist nahezu unmöglich, schön für die ganze Saison ausgebucht. Aber es gibt 2 Stündige Bootsfahrten durch den Fjord. Da haben wir uns schon beeilt noch rechtzeitig anzukommen und eines der Boote zu erwischen. Die Company die wir uns schon zuerst ausgesucht haben war relativ stark frequentiert, am Nachbarschalter war nix los, und gekostet hat das auch das gleiche, da haben wir kurz umdisponiert und dann sind mit den anderen gefahren, was sich später als absolut richtige Entscheidung herausgestellt hat. Die bootstour war phantastisch strahlend blauer Himmel und die der enge Fjord, die Crew auf dem Schiff hatauch einiges sehr unterhaltsam erklärt. Die mit denen wir zuerst fahren wollten sind später losgefahren, früher zurück gewesen, und die auf dem Deck drängelten sich die Massen, bei u sind ging das Gang entspannt zu. Auf dem Rückweg aus dem milford Sound haben wir dann noch ein paar neugierige Keas getroffen, die Vögel sind ja echt zu goldig, schlau frech und absolut furchtlos. Unser Quartier haben wir dann nicht weit entfernt auf einem Camp aufgeschlagen. Es ist immer wieder ein Erlebnis zu beobachten wie Leute in den Camp Küchen kochen, gestern warn da 5 deutsche Mädels von irgendwelchen austauschprogrammen die dann versucht haben irgendwas zuzubereiten, ich hab ja immer drauf gewartet wann endlich die 30 Neuseeländischen Holzfäller eintreffen für die das ganze Essen sein soll. Es gibt da ja immer nur so 2flammige campingkocher wenn man dann einen 8l Topf voll mit Wasser macht und zu 1/3 mit geviertelten Kartoffeln füllt bauch man sich auch nicht wundern wenn das ewig dauert. Ich war ja schon kurz davor nen Tipp zu geben Kartoffeln gerade mit Wasser bedecken reicht, aber nähhh da hatte ich dann doch keine Lust drauf, mach dein Kram hier fertig und zieh zu das du das elend nicht mehr sehen musst. Der Haufen Mädels hat schon für allgemeine Erheiterung gesorgt war wie son hühnerhaufen. Das lernen die auch noch. Heut zum Frühstück lief das wieder auf ne ähnliche Schlacht In der Küche hinaus. Wir haben uns beizeiten verkrümelt und sind dann zu einem schönen Bergsee gewndert. Die Campingplätze sind alle relativ gut besucht, es sind viele Leute unterwegs, sind ja auch Sommerferien in NZ.
Das ist ja jetzt nicht mein erster Trip durch Neuseeland, da betrachtet man das ganze auch mal mit anderen Augen, stellt Vergleiche an, und kann einige Entwicklungen in den letzten 13 Jahren beobachten. Auch Neuseeland hat sich in den letzten 13 Jahren entwickelt. Viel Wahrnehmungen sind sicherlich auch subjektiv geprägt und durch die eigene persönliche Entwicklung beeinflusst. Dennoch evtl. Ein paar generelle Entwicklungen die mir so aufgefallen sind. Früher war Neuseeland wesentlich stärker britisch, oder zumindest stärker Commonwealth ausgerichtet, in Laufe der letzten Jahre hat sich Neuseeland deutlich mehr emanzipiert, und das auf seinen Eigenen Weg. Die Kiwis haben erkannt das ihre Natur ihr wertvollster Schatz ist, und das sie sind bemüht den Spagat zu wagen das der Welt zu zeigen und touristisch zu Nutzen und gleichzeitig zu schützen. Fehler die in den letzten 200 Jahren an der Natur begangen wurden werden sich wahrscheinlich nie wieder korrigieren lassen, dennoch ist man bemüht die Folgen zu lindern und einzugrenzen. Die Welt wird immer kleiner und auch Neuseeland ist nicht mehr am Ende der Welt, durch den zu eh enden allgemeinen Wohlstand in der Welt können sich auch Nationen reißen nach NZ leisten die man früher hier nicht getroffen hat. Chi essen hat man schon die letzten 5 Jahre viel hier getroffen, jetzt gegen die Inder, und eine besondere Überraschung dieses Mal war für mich das man regelmäßig Muslime auf den Campingplätzen sieht, überwiegend sind das wahrscheinlich südostasiatische Muslime ich tippe auf Indonesien. Die Welt wird immer kleiner, und das geht auch nicht an NZ vorbei. Bleibt zu hoffen das die Kiwis es schaffen die Auswirkungen der Globalisierung zu managen das man noch viele Jahre Abenteuer am für uns schaffen anderen Ende der Welt zu bestehen.








Hallo Großer, vielen Dank für deine tollen Berichte. Es freut uns, dass ihr auf eurer Reise so schöne Landschaften erleben könnt und Spaß habt. Das Jahr ist bald vorbei und morgen gehen wir auf reisen und verbringen den Jahreswechsel an der Ostsee.
Bis 2018
LG Mutti und Papa
Pass gut auf dich auf!!!
What? 13 Jahre ist das schon her? Wie die Zeit vergeht…
Ihr habt viel zu sehen und zu belächeln 🙂
Wir wünschen euch beiden einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Alles gute
Lästerschwester
Hier ist einer sprachlos, das ist ja wunderschön! Hallo Thomas, vielen Dank immer wieder für die aussergewöhnlichen Reiseberichte, mit denen man echt mirfiebern kann. Da bekommt man Fernweh. Das ist jetzt das allererste Mal, dass ich nicht mehr das Gefühl habe, „alles richtig gemacht zu haben“. Mein Neujahrsvorsatz: Nächsten Winter bin ich weit weg. Da wo es grün ist und die Sonne scheint, irgendwo in der Natur. Ich bewundere Deine unerschütterliche Reise-Lust und Abentheuer-Mut, sowie die Tatsache, Dass Dir beim Improvisieren ne ganze Menge egal ist, dass Du die Messlatte in Allem so niedrig halten kannst, in niedrigen Erwartungen, in niedrigen Komfort, etc… Ich könnte das nicht. Nicht mehr? Hast Du „Scheißegal-extra-Tabletten“ dabei? 🙂 Dir / Euch wünsche ich weiterhin Gesundheit, spontan viel Glück und alles erdenklich Gute!!! Gruß M.