Auf der Fähre

Gerade sitzen wir auf der Fähre von Nova scotia zurück aufs Festland. Jetzt geht es eigentlich nur noch zurück auf dem weg durch den US-Bundesstaat Maine, gibt es keine großen Highlights mehr. Anna und Gunnar müssen morgen Abend auch schon ihren Camper in Montreal abgeben. Ich muss dann noch weiter wieder bis Toronto. Irgendwie verging die Zeit wie im Fluge. 2—3 Tage mehr wären für Nova scotia schon ganz nett gewesen. Für mich waren das ja nur 3 Wochen, wie komisch muss das für Anna und Gunnar erst sein nach einem ganzen Jahr unterwegs jetzt „anzukommen“

Nachdem wir in Louisburg waren sind wir Richtung Halifax gefahren. Aus irgendeinen Grund wollte ich immer mal nach Halifax. An und für sich ist Halifax nix besonderes, früher war das anders nach einer Atlantik Überquerung war das der erste wichtige Hafen, später Flugplatz auf dieser Seite des Ozeans. Im Jahr 1917 ereignete sich eine der schwersten nicht nuklearen Explosionen der Geschichte. Ein großteil der Stadt wurde durch die Explosion total zerstört. Im Hafen waren zwei Schiffe kollidiert, das eine hatte Munition für den Krieg in Europa geladen und das andere mehrere 1000 Tonnen pikrinsäure, diese Mischung führte dann zu diesem katastrophalen Ereignis. Heute sieht man nichts mehr davon, die Stadt wurde in typischer nordamerikanische Manier wieder aufgebaut.

Der südliche Teil von Nova scotia war auch sehr schön. Die Küste war gesäumt von kleinen verschlafenen Fischerdörfern. Die touristischen Highlights waren stellenweise trotzdem ziemlich überlaufen, aber es geht immer noch ein ruhiges Plätzchen zu finden. Im Inneren der großen Insel ersträckte sich gefühlt unbegrenzte Wildnis. Außer Bäume und der Straße gab’s da nicht viel. Bei ei EM der stops haben wir gesehen das der eine riefen von Anna und Gunnars Camper etwas sehr stark abgefahren ist, man sieht schon die Stahl Karkasse, hoffentlich hällt der noch durch, oder wir finden gleich in St. John einen Ersatz.

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