Nun bin ich wieder in Perth, wo ich vor 17 Tagen gestartet bin. In Broome gab es bei der Autorückgabe wieder etwas Aufregung. Ich hatte mir vor der Reise alle Adressen von den Apollo Staionen herausgesucht, um mit Hilfe von Else schnell ans Ziel zu kommen, so auch in Broome, leider stand ich dann da in einer etwas merkwürdigen Gegend vor einem verschlossenen Tor. Kein Mensch zu sehen, PANIK!!!! Irgendwann kamen dann doch Leute die zwar einen Schlüssel für das Tor hatten aber auch nicht wußten wie, und wo ich das Auto abgeben konnte, aber sie gaben mir eine Tel. Nr, wo aber keiner zu erreichen war. An der Apollo Hotline ging auch niemand ans Tel.Irgendwann schaute ich dann auf dem Vertrag, dort stand dann eine ganze andere Adresse (wie sich herrausstellte schon 1 Jahr gültig war und seit dem wurde das I-Net nicht aktualisiert), also dort hin gefahren (langsam wurde es zeit bis der Flieger ging waren es noch 1,5 h) an der anderen Adresse auch nichts zu sehen, so bin ich dann in das erstbeste Gebäude um zu fragen, wo das nun sei, und ich hatte Glück ich war richtig. Es war eine Agntur die die ganze Geschichte für Apollo dort abwickelt, darum konnten die mir auch wegen der Pannengeschichte nicht weiter helfen, nun kann ich dem ganzen Kram auch noch hinterhertelefonieren. Toll oder? NIE NIE WIEDER ein Auto von dem Sauhaufen!!!!
Nicht einmal mehr 20h verbleiben mir hier in Australien, und am liebsten würde ich wieder zurück in die Einöde. Die ganzen Menschen, die vielen Autos, der Lärm, das ist mir schon alles zu viel hier. In der Wildnis da waren auch Menschen, aber da war das alles ruig und gesittet, entspannt, hier ist wieder die ganze Hektig, alles Laut und schnell.Man hört nicht mehr die Grillen, das rauschen des Windes, nur noch den Lärm der Stadt, und das gegröhle und gelärme der Gäste hier im Backpacker.
Da freu ich mich ja dann schon auf den Kulturschock, wenn ich dann wieder in Good Old Germany bin.
Wenn man etwas auf solchen Reisen lernt, dann das, das man nicht viel brauch, eigentlich nur Essen, nen gemütlichen Platz zum schlafen, mobilität und etwas um sich zu beschäftigen (self entertainment nannte der Canadier das). Alles andere ist überflüssiger Schnick Schnack. Ach ja und es sollte funktionieren.
Das hat mich sehr beeindruckt, desto abegelgener die Gegenden waren, desto funktioneller war alles, alles war auf das wichtigste und notwendige reduzieert, mehr gab es einfach nicht. Es muß nicht gut aussehen, es muß nicht teuer sein (meist war es aber), es muß nicht kompliziert sein, es brauch auch keine Vorschrift oder Regel, es muß einfach nur seinen Zweck erfüllen. Ohne aber dabei hinterweltlich zu sein. In den abgeleggenen Gegenden interessiert niemnden wer Next Super Star, Next Top Model, next Car of the year oder weiß der Dingo was wird, weil es einfach überhaupt nicht wichtig ist!
Etwas von diesem Pragmatismus, und der Konzentration auf das wesentliche würde uns allen, so glaube ich, ganz gut tun. Wir beschäftigen uns viel zu sehr mit Nebensächlichkeiten, wahrscheinlich ist das ein Ergbnis, das alles nahezu immer und überall Verfügbar ist, das das Leben keine wirkliche Herausforderung mehr ist. Und es immer alles neu, groß, toll und besser als das vom anderen sein muß.
Im Outback überlebt man nur gemeinsam. Jeder tut sein Teil dazu bei so gut er kann, Helfen sit selbstverständlich, denn jeder kan mal selbst in Not geraten, und ist dann über jede Hilfe froh, so wie ich mit der Autowerkstadt. Keiner fragt was bekomm ich denn dafür? Neid und Misgunst wie bei uns kann sich dort keiner leisten.
Bevor ich mich hier in philosophische Abhandlungen verliere noch ein Bild und dann wars das!
