Jetzt nutze ich doch die Gelegenheit mal wieder was zum Besten zu geben. Ich bin jetzt in San Petro de Atacama. Der Touri Ort schlecht hin hier im Norden. Aber der Reihe nach. Von Putre aus bin ich über das altiplano gefahren, davor hatte ich ja son bisschen Bamel, denn das hieß 170km unbefestigte Straße auf Höhen zw. 4000 und 4700m. Da hat man keine Lust liegen zu bleiben, und bei so einem SUV ist außer etwas mehr bodenfreiheit nicht ganz viel Geländetauglichkeit. Aber in großen und ganzen war alles halb so wild, bisl knifilig war eine Fluss Durchquerung und ca 20 km mitten drinn. Da gings dann nur noch im Schrittetempo vorran. Als ich mich wunderte warum drotz durchgetretenem Gaspedal nix kam, schaute ich mal auf die Navi App, da wurde mir auch alles klar, ich befand mich auf 4730 m da geht dem Motor dann im wahrsten Sinne die Luft aus. Auf den ganzen 170km sind mir gerade mal eine Handvoll anderer Fahrzeuge begegnet. Auf der Strecke kam ich auch an dem Salar de Surire vorbei. Einem salzsee an dessen Ufer sich allerhand Tiere tummelten. Alle waren Sie dort, Vicunjas, Nandus, Flamingos selbst den König der Anden den Kondor habe ich vor die Linse bekommen.






Unterwegs gab es nur ein paar verlassene Siedlungen und ein paar alte Kirchen. Am Abend suchte ich mir Dan ein Plätzchen zum Übernachten, das war dann auf 4150m und im Zelt, morgens war etwas Eis am Zelt, aber das Equipment hat mich schön warm gehalten.
Am nächsten Morgen bin ich früh los, ich für den Tag bis Calama, das waren fax 400km durch trockene steinige Wüste, da gab’s nix außer Steine die Straße und ab und zu eine verlassene Salpeter Siedlung. Calama eine Stadt mit ca 200 Tausend Einwohnern, lebt vom Kuperbergbau. In ca. 20km Entfernung ist der größte Kupertagebau der Welt. Das wollte hab ich mir am nächsten Tag angeschaut.



Das Loch ist 1,5km tief, seit über 100 Jahren wird an der Stelle Kupfer abgebaut. Aus diesem Loch wird ein großer Teil des Chilenischen Staatshaushalt finanziert. Direkt neben der Mine gab es eine Stadt für die Arbeiter. Aufgrund der hohen Umweltbelastung durch Staub ist dieser Seit 2007 vollständig leer. Auch diese wurde im Rahmen der Tour besichtigt.


Die karge Landschaft das riesige Loch und die Geisterstad das alles in Summe schlägt dann doch irgendwie aufs Gemüht, das wirkst alles sehr Lebensfeindlich. Schon verrückt was wir Menschen alles so anstellen.
Von Calama ging es dann weiter nach San Petro de Atacama, eine kleines Oasenörtchen und der Ort für Touren in die Anden schlecht hin. Staubige Gassen, die voll von Backpacker und Touristen sind. Morgens verlassen die Tourbusse den Ort wie ein Schwarm Bienen. Ich habe meine Unterkunft am Ortsrand weg vom Trubel gefunden. Mit dem Auto Könnte ich dann wieder alles auf eigene Faust erkunden. Wenn man die Bilder sieht weiß man auch warum dieser Ort so beliebt ist.






Mal sehen wo es mich morgen hin verschlägt.
Hallo Lieblingssohn, endlich wieder ein Zeichen von dir freu, freu. Es ist für uns nicht vorstellbar, was du für Erlebnisse hast. Manche Bilder sind so herrlich, dass man es nicht glauben kann, was du siehst. Diese Erlebnisse kann dir keiner nehmen. Habe weiterhin viele schöne Tage und lass uns teilhaben. LG Mutti und Papa
Pass gut auf dich auf!!!
Komisch, nach dem ersten eisgekühlten Stonsdorfer bei Mudder Schulten geht mir auch die Luft aus. Und ich bin nicht auf 4.100m 🙂 Herrliche Bilder!!! Ich wette mit Dir, Du Freist dich auf den ersten warmen REGEN! Stimmts oder hast Du recht? Was träumt man eigentlich beklopptes, wenn man unter „Modified Atmosphere“ einschläft? Komm gut an!