Puerto Ingeniero Ibáñez

Heute wieder aus einer neuen Stadt, diesmal auch wieder mit Photos. Ein seltsamer Tag war das heute irgendwie kam ich darauf gar nicht zurecht. Der Tag brachte eine ganz seltsame Stimmung mit sich. Irgendwie ganz unwirtlich, leicht melancholisch. So langsam wird es echt schwierig das vom Verstand her alles zu sortieren und auseinander zu halten. Jeder Tag ist anders total anders obwohl der Ablauf doch irgendwie der Selbe ist. Nun ja heute mussten wir Zeitig aus den Federn, irgendwie wollten Die Herbergs Geber um 8 los. So waren wir dann um 8 auf der Landstraße. War gar nicht so blöd da die Sonne langsam über die Berge Kroch und alles in einem schönen Licht erstrahlen ließ. Wie von Anna gewünscht/prophezeit hat sich der regen verzogen und die Bewölkung aufgelöst. Dafür war es mächtig frisch. An den bergen hat man gesehen das es über Nacht auch frischen Schnee gab der bis in die Baumzone hinab reichte. Wir haben uns ein schönes Plätzchen fürs Frühstück gesucht es gab wieder Poridge, aber diesmal mit Himbeersoße.Durch die Kälte und die Tief stehende Sonne wirkte der Tag richtig herbstlichen. Der tief liegende Schnee in den bergen verstärkte den Effekt noch.bei mir machte sich das Gefühl breit wie zu Hause Anfang Mitte September wenn man realisiert das der Sommer wirklich vorbei ist. Die Landschaft veränderte sich auch, aus dem tiefen satten Grün der letzten Tage ist ein sattes Gelb vom trockenen Gras geworden. Als Tagesziel stand der Flughafen Balmaceda hinter Coyhaique auf dem plan, Anna musste zum Flug. Auf dem Weg dorthin mussten wir durch Coyhaique, eine Großstadt. Nach europäischen Maßstäben nix großes, aber nach den letzten Tagen war das ein Kulturschock, man sah auf einmal mehr als ein auto auf einen Blick, teilweise 3 hintereinander, in der Stadt waren gefühlt Unmengen von Menschen, der Supermarkt war riesig. So richtig gefallen hat uns das nicht, wir sind dann schnell weiter. Auch der Flughafen war ein Gruß von der „Realität“ hetzende Menschen, Termine, Sicherheitskontrollen…. Alles was man auf der Caretera nicht braucht und auch nicht vermisst. Am Flughafen hieß es dann auch Abschied nehmen. jetzt bin ich noch eine Woche allein unterwegs, aber durch die Tour zum Flughafen ist mir auch aufgefallen, das ich noch 2 Tage habe und dann auch zu sehen mus wieder zurück zu kommen. Auch das verstärkte die melcncolische Stimmung heute. Eigentlich könnt ich gard immer so weiter fahren, die Caretera bis zum Ende und dann umdrehen und dann hoch bis Alaska, jetzt hab ich mich gerade so schön an das reisen gewöhnt. Quartier habe ich wieder in einer urigen Hospedaje gefunden. Touries scheint es gar keine mehr zu geben, die Saison ist definitiv vorbei. In 4 Wochen ist hier unten glaube ich ganz tote Hose. Jetzt sieht man ab und an noch nen bekloppten mit dem Fahrrad hier lang strampeln, oder an den Bushaltestellen sitzt nen Rudel Israelis, oder ein paar Zottel-Tramper, aber sonst is nix. Das was wirklich schön hier ist, ist das es zwar erschlossen ist, aber ohne zu touristisch zu sein. Es gibt Unterkünfte, fast ausschließlich privat Pensionen, es gibt Straßen, es gibt Internet und Informationen. Mehr brauch man doch nicht. ich brauch nicht an jeder Ecke eine Tour, oder eine Senic Flight, oder den ganzen anderen action kram. Die Natur und Landschaft hier unten ist action genug.

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Serpentinen

Serpentinen

Auf der Caretera

Auf der Caretera

Baustelle mit 4 h Vollsperrung

Baustelle mit 4 h Vollsperrung

Wald am Rand der Caretera

Wald am Rand der Caretera

Schlechtes wetter

Schlechtes wetter

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2 Kommentare zu Puerto Ingeniero Ibáñez

  1. Mutti sagt:

    Hallo „Lieblingssohn“, hast alles wieder gut gemacht mit deinen Bildern. Dein Bericht auch wieder toll. Deine letzten Tage auf Reisen sind nun angebrochen. Sei nicht traurig und schade, dass du jetzt wieder allein unterwegs bist. LG Mutti und Papa

  2. Max Milchmuckl sagt:

    Hallo Thomas, auch wenn Du physisch allein unterwegs bist: Hier inZeven wird fleißig mitgefiebert! Danke wieder für die aussichtsreichen Bilder + insider-Infos! Also ich stelle mir so eine „verrückte“ Tour mit meinenm kleienen roten Golf gerade vor…bis Alaska! Wahrscheinlich ohne jedweden Radioempfang…Vorher höherbocken +mit Allrad und ne Ausbildung zum Automechaniker und nix wie los… Gerade Dein letztes Bild IMG_0904.CR2 aus puerto-ingeniero-ibanez errinnert doch stark an den Schweizer Jura! Und die Jahreszeit? Da freu Dich doch auf den Frühling mit Osterglocken und dicken Hummeln in den Krokus! Freitag war hier nich Sonnenfinsternis (leider im Nebel) aber, hey, was solls: Die Sonne scheint Abends wieder so lange, dass man nach Feierabend wieder „im Hellen“ rauskommt. Oh geniess es, dass Du die ganze Zeit „im Hellen“ unterwegs bist!
    Nächstes Wochenende ist wieder Zeitumstellung, eine Stunde vor… Dann quietscht und eiert der Globus wieder richtig im Takt. Ich glaub‘ ich verwahr Die noch ne Flasche Gammeldansk-Liqueur für den Biteren Alltag 🙂 oder Rigaer Balsam…
    gut für gegen ne Zahnfleischentzündung mit Myrrhe… Was trinken eigentlich die Einheimischen? Tequila? Rum? Bei dem Kalten wahrscheinlich was Hochprozentiges.
    Gruß aus dem sonnigen Zeven. Markus.

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