East Cape

So wieder eine Gegend mit Empfang. Die letzten Tage bin ich immer auf dem Highway 35 lang gefahren, dieser schlängelt sich um den östlichen Zipfel von Neuseeland, sozusagen um das Ende vom Ende der Welt. Ziemlich abgelegen, und entsprechend wenige Touristen unterwegs, das meiste sind Einheimische, oder Surfer auf der Suche nach der perfekten Welle. Surfer sind ähnlich wie Kletterer eine Spezies für sich. Irgendwo am Strand saßen 2 Typen, wie sich raus stellte der eine Franzose typisch Franzose, er sah aus als kam er direkt aus Saint Tropez, Hemd Sonnenbrille, Sunnyboy Frisur und mit diese funny französische Akzent im Englischen und dazu ein Japaner der aussah als hätte er schon sein ganzes Leben am Strand verbracht. jedenfalls diskutierten Beide angeregt wo es denn nun die Besten Wellen gebe und wie sich die Wellen und Wind im Laufe der nächsten Tage und im Küstenverlauf entwickeln werden. Sehr amüsant zu Beobachten. Das East Cape war nicht so einfach zu erreichen, dazu musste man 20 km Schotterpiste an steilen Klippenentlang, als Leitplanke dienten lediglich Bretter die provisorisch an Baustellen Pfählen festgemacht wurden. aber irgendwie lies sich das bewerkstelligen. Der aufstieg zum Leuchtturm war dann nochmal steil. Aber die Aussicht entschädigte auf jeden Fall. Ziemlich windig war es da oben, man musste aufpassen das einen noch die Mütze weg weht, oder man selber in den Abhang geblasen wird. Von da aus mus man mächtig weit schwimmen, um wieder auf Land zu stoßen, abgesehen von paar mini Inseln, wäre das nächste Festland Chile, und das sind mal so gute 8000 km. Zum Essen hab ich mir gestern Pasta gemacht, war jetzt nicht der brüller, aber anhand der Umstände und das alles ohne Kühlung gehen muß ganz OK. Man nehme, Nudeln, Koche Sie al dente giesst das Wasser ab, gibt etwas schon 3 mal weich gewordenen Mozzarella hinzu nochn Schuss Sahne aus der Dose, und ne Gewürzmischung aus der tube, umrühren schmelzen lassen fertig.Leider sind die Dosen immer bisschen groß, so das es für einen immer etwas viel ist. Ach ja noch paar Jalapenos dazu. Oliven standen auch zur Wahl, aber wieder das Problem was mit den angefangenen kram machen. Auf solchen touren, Lob ich mir doch die Errungenschaften der modernen Lebensmitteltechnologie. Für so unterwegs ist nen pack Milchpulver auch sehr praktisch, kaltes Wasser gibt fast immer, zu und ein leckeres Poridge (Haferbrei) lässt sich morgens auch immer machen. Besser als der H Milch kram der warm wird ausläuft, und dank unserer kleinen Freunde noch ziemlich in die Hose gehen kann. Und dank instand Kaffee gibts immer wenn ich will frischen Kaffee. Man kann sich an so ein Nomaden leben gewöhnen.

An dieser stelle ist schon James Coock vor gut 250 Jahren gewesen, als er Neuseeland erkundete

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Nich James Coock aber auch eine Entdecker 😉

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Das East Cape

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Ein Kommentar zu East Cape

  1. M. Stein sagt:

    Hallo Thomas,
    aah, endlich Freitag – und im Gegensatz zu Dir, der Du wahrscheinlich zeitlos lebst, hiermit der Hinweis: Bals ist Sonntag, da haben vorauss. die Geschäfte zu – auch für Entdecker, Nomaden oder Touris.
    Vielen Dank für die ergreifend-schönen Bilder. Das sieht ja am Strand aus wie Ablagerungen von Kalk?! Ob es da auch Versteinerungen drin gibt? Oder: Scheiß-egal-was-interessieren-mich-versteinerungen? Bist Du alleine unterwegs? Hast Du noch ein Geocache dort gefunden? Fahr bloß nicht nach Australien, die haben da Hitze bis 47°C und Waldbrände, vor Perth im Meer sogar Sandstürme!
    Wünsche weiterhin alles Gute, wache Augen, viel Gesundheit, starke Nerven undviel Glück bei Deinen virtuosen Speisezubereitungen. Hast Du eigentlich immer nen Schierker Feuerstein dabei? Pros Mahlzeit! 🙂
    Gruß aus dem verschneitem Zeven
    M. Stein

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