Hier nun meine Erlenisse vom 2 Tag in den Flinders.
Heute habe ich eine ca. 20 km lange Wanderung unternommen, an sich nicht das Problem, auf Kangaroo Island waren das auch schon mal 18 km. Dummerweise ging es nur diesmal ca. 400m Bergauf ich hatte mich dafür entschieden erst das steile stück zum Saint Marry Peak zu nehmen und dann auf den rückweg den etwas weniger steilen Pfad zu nehmen. Hat auch ganz funktioniert.
Der aufstieg war beschwerlich, stellenweise mußte ich über Felsen klättern und mich mit den Händen abstützen so steil war das. An den steilsten Passagen merkte man dann schon wie der Puls in den Schläfen hämmert und der Körper eigentlich gar nicht mehr weiter wollte, aber mit ausreichend trinken und ab und zu verschnaufen ging das dann irgendwie doch. Der Ausblick vom Gipfel entschädigte für die Strapazen. So hab ich mir dann erstmal eine schöne lange Pause und einen kleinen Imbiss (1 Apfel + 2 Müsliriegel den Schokorigel hab ich schon vor dem Aufstieg gefressen) gegönnt. Irgendwann ging es dann auch wieder an den Absteig. Der weg hinauf war gut markiert so sollte es eigentlich kein Problem sein den Absteig zu meistern, soweit die Theorie. Nach 3-4 Wegmarkierungen und einigen Schritten stand ich auf einmal da, keine Markierung mehr, kein Weg mehr und da wo ich dachte das es weitergeht waren nur noch Felsen bzw. Gestrüpp. Na Toll, den Weg verloren, was nun, Versuchen den Weg zu finden oder wieder umkehren und den Anfang wieder suchen? Da irgendwie doch jedes Gestrüpp gleich aus sah und ich mich auch an keinen markanten Felsen erinnern konnte entschied ich mich dafür wieder zum Gipfel zurückzukehren. Ohne Weg war das gar nicht einfach, zahlreiche Felsn mußten überklettert werden, und einige ja auch dornige Gestrüpe durchquert werden. Da war mir dann schon etwas anders, so völlig allein durchs nirgendwo zu krauchen, zumal niemand wußte wo ich mich aufhalte, Handy empfang gabs da auch nicht, und der weg war nicht gerade ungefährlich, so von wegen vom Felsen abrutschen und sich verletzen oder irgendwelches Viehzeugs das im Gestrüpp wartet. Naja aber irgendwann hab ich dann den Gipfel wieder erreicht, zwar völlig zerkratzt an den Armen und genervt von dem schweren Gelände, war ich dann aber doch froh wieder bekanntes Terrain zu erreichen. Nun mußte ich nur noch die 14 km Rückweg schaffen, die ersten 5 km waren ziemlich ätzend weil es sehr steil und steinig war, das geht ganz schön auf die Gelenke. Nach insgesamt 8 h hab ich dann wieder den Ausgangspunkt erreicht. Nach so einer Tour kann eine Dusche wie ein Jungbrunnen sein.
Jetzt lasse ich den Tag unter einem atemberaubend shönen Sternenhimmel gemütlich ausklingen. Hier draußen gibt es kein streulicht, deshalb sieht man hier unendlich viele Sterne. Nach dem Trip heute brauch ich nicht mehr lange das ich müd in die Heia falle. 
Gar nicht so einfach nen Photo von sich selbst zu machen. Nein ich Rasier mich im Urlaub nicht (Fell schützt auch vor Sonne)

O,o,o lieber Sohn!!!
Trotz der Ansträngung war es bestimmt auch schön. Aber sei nicht leichtsinnig. Dann auf dem Campingplatz war es ja wieder entspannter.
LG
Mutti
Hallo, ich bin der kleine Zuckerpilz und ich war auch auf dem Saint Marry Peak! – Habt Ihr mich gesehen? Bin auch auf dem Photo drauf… Thomas hat mich die ganze Zeit schöön artig mit rauf und wieder runter geschleppt, mich vor der Sonne und den Mörderdornenstechginster beschützt! 🙂 Nur blöd, das ich die gaanze Zeit mit dem sauren Apfel zusammen sein mußte, der hatte eine miese Laune, ich sags Euch! Die Inhaltsangaben vom Müsliriegel hab ich in den 8 Stunden auswendig gelernt. Da waren lecker Zutaten drin, DAS WÄRE NE stürmische Gärung geworden! Ja, was willste denn sonst auch machen im Rucksack? Schlafen? Sprossen? Versporen? Bis zum nächsten Mal, Euer Zuckerpilz.